DIE SPORTLICHE ENTWICKLUNG BIS HEUTE

Die sportliche Entwicklung bis heute

Die zwei Saisons nach dem BOL-Abstieg sollten sich als sportlich schwierig herausstellen, denn beide Male hingen wir lange im Tabellenkeller der Bezirksliga Darmstadt Ost fest und sicherten jeweils erst spät den Klassenerhalt. Erst mit der Verpflichtung von Jürgen Heindel als Spielertrainer konnten wir unsere Mannschaft wieder auf ein höheres Niveau bringen. In Heindels erster Saison (2000/2001) gingen wir als Tabellenvierter (Viktoria Aschaffenburg II war Meister geworden und so der Zweite direkt mit aufgestiegen, der Dritte KSV Urberach verzichtete auf die Relegation) in die Aufstiegsrelegation zur Bezirksoberliga.

Nach einem 1:1 Remis in Fürth gegen den FV Biblis im ersten Spiel, konnten wir im zweiten Spiel zu Hause den SC Opel Rüsselsheim 3:2 besiegen. In Spiel drei ging es dann zum zuvor zweimal erfolgreichen FC Alsbach, im direkten Duell um die BOL-Zugehörigkeit, wo wir jedoch mit 1:7 deutlich unterlagen. Die beiden Folgejahre erreichten wir jeweils Platzierungen im Tabellenmittelfeld, ehe Heindel von Michael Rehm als neuem Spielertrainer abgelöst wurde und viele Akteure der BOL-Meistermannschaft sich in unsere 1b-Mannschaft zurückzogen, für die zwischenzeitlich auch die Pflichtspielbetriebszugehörigkeit eingeführt worden war.

Rehm hatte die Aufgabe viele junge Spieler aus unserer eigenen Jugend in die erste Elf zu integrieren, scheiterte trotz anfänglicher Erfolge (Stadtmeister 2003) jedoch daran, so dass wir ihn sieben Spieltage vor Saisonende durch seinen Vorgänger Jürgen Heindel (allerdings als reiner Trainer) ersetzten, der den in Frage stehenden Klassenerhalt sicher stellte. Parallel dazu feierten unsere “Altstars” mit der 1b-Mannschaft ihren ersten Erfolg und stiegen als Tabellenzweiter der Kreisliga C hinter Viktoria Urberach II in die Kreisliga B auf.

Heindel hatte bei seiner Rückkehr klar gemacht, dass er nur bis zum Saisonende 2003/2004 zur Verfügung stehen würde. Folgerichtig benötigten wir für die darauf folgende Spielzeit einen neuen Übungsleiter, den wir auf Tipp von Heindel in Markus Hefter fanden. Nachdem wir die Hinrunde auf einem Platz im unteren Tabellenmittelfeld abgeschlossen hatten, explodierte unsere Elf in der Rückrunde regelrecht und marschierte noch bis auf den dritten Tabellenplatz, den wir erst am vorletzten Spieltag einnehmen konnten und der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zur Bezirksoberliga (Viktoria Aschaffenburg II war Meister geworden und so der Zweite, TSV Langstadt, direkt mit aufgestiegen) berechtigte.

Ehe es dazu kommen konnte, war jedoch ein Sieg im letzten Spiel beim SV Beerfelden nötig, was mit einem 4:1 Sieg souverän gelang. Das beeindruckende an der Geschichte war, dass wir die Fahrt zum Auswärtsspiel mit zwei (!!!) Bussen angetreten hatten, so dass uns über 100 Kleestädter beim Auswärtsspiel unterstützen, die zeitweise für stadionähnliche Stimmung sorgten. Hierbei wäre insbesondere der zu dieser Zeit aktive “Mirko Berwing Fussballgott Fanclub” hervorzuheben.

Die Relegation selbst war dann leider bereits schon nach dem zweiten Spiel gegen uns entschieden. Erreichten wir im ersten Spiel auf neutralem Platz in Eberstadt noch ein 0:0 gegen den SV Geinsheim, so verloren wir zu Hause gegen den KSV Reichelsheim 0:2, was den abschließenden Sieg bei Rot-Weiss Waldorf zur Statistik machte. Die Saison war dennoch als überaus erfolgreich zu bezeichnen, zumal wir zum ersten und bisher einzigen Mal im Finale um den Kreispokal standen, hier aber zu Hause gegen die Oberligamannschaft von Viktoria Aschaffenburg 0:4 unterlagen.

Nach der Relegationsteilnahme im Vorjahr, zählten wir in der Saison 2005/2006 zu den Favoriten um den Aufstieg. Diesem Anspruch konnten wir jedoch zunächst nicht gerecht werden, erneut schlossen wir die Hinrunde auf einem Platz im hinteren Tabellenmittelfeld ab. In dreizehn noch ausstehenden Meisterschaftsspielen in 2006 errangen wir dann aber elf Siege und zwei Remis, die uns bis auf den zweiten Tabellenplatz vorspülten.

Diese Rückrunde hatte es insgesamt wohl noch mehr in sich, als die vorangegangene, war sie doch nichts für schwache Nerven. Kaum ein Spiel, das wir für uns entschieden, gewannen wir mit mehr als einem Tor Vorsprung, so dass stets bis zur 90. Minute oder darüber hinaus für Spannung gesorgt war. Vier der elf Siege sicherten wir durch Tore, die quasi mit dem Schlusspfiff fielen (2:1 beim TV Nieder-Klingen, 2:1 beim SV Münster, 3:2 gegen TSV Seckmauern, 2:1 bei Türk Beerfelden).

Dem ganzen die Krone aufsetzen sollten die beiden letzten Spieltage, kam es doch am vorletzten Spieltag auf unserem Waldsportplatz zum Duell “Zweiter gegen Erster”. Mit einem Sieg gegen den SV Hummetroth hätten wir die Tabellenspitze übernommen. In einer sehr emotionalen Begegnung, u. a. zwei rote Karten für den SVH, dauerte es auch hier bis zum 97. (!!!) Minute, ehe wir uns durch den 1:1 Ausgleich für den letzten Spieltag noch die Chance auf die direkte Meisterschaft erhielten, wo wir aber bedingt durch einen zwei Punkte Rückstand und das schlechtere Torverhältnis auf Schützenhilfe angewiesen waren.

Unser 2:1 bei der SG Ueberau am letzten Spieltag reichte letztlich nicht aus, obwohl Hummetroth lange 1:2 zu Hause gegen den SV Sickenhofen zurückgelegen hatte, schafften sie noch den 2:2 Ausgleich und somit den direkten Aufstieg aufgrund der um sechs Tore besseren Tordifferenz.

Bei der zweiten Relegationsteilnahme in Folge hatten wir allerdings erneut kein Glück. Im ersten Spiel auf neutralem Platz in Reichselsheim erreichten wir gegen die SG Wald-Michelbach ein 0:0. In Spiel zwei verloren wir dann aber bei Dersim Rüsselheim 1:2, so dass der abschließende Heimsieg gegen Germania Pfungstadt wertlos blieb. Auch in der Saison 2006/2007 blieb uns Hefter als Trainer erhalten, ehe im Oktober 2007 nach einer punktemäßigen Durststrecke seinen Rücktritt anbot. Was zu diesem Zeitpunkt keiner ahnen konnte, war er seitdem die letzte Konstante auf unserem Trainerposten.

Der auf ihn folgende ehemalige Profi Dirk Vollmar sicherte uns zwar den Klassenerhalt, verließ uns daraufhin aber in der anschließenden Saison relativ bald wieder, wenngleich er mit der Mannschaft im Sommer 2008 den Stadtmeistertitel nach Kleestadt holte. Dieser Erfolg gelang auch Frank Dubanec, der im Sommer 2009 das Zepter von Vollmars Nachfolger Michael Mohr übernommen hatte, aber dann im April 2010 durch Rückkehrer Vollmar ersetzt wurde, der erneut den Klassenerhalt sicher stellte. Es folgte eine ausgeglichene Spielzeit, ehe wir am Ende der Saison 2011/2012 nach über 30 Jahren in der gleichen Spielklasse (mit einem Jahr Ausreißer nach oben), erstmals mit der 1a-Mannschaft wieder absteigen mussten.

Zwischenzeitlich war auch unsere 1b-Mannschaft einmal aus der Kreisliga B abgestiegen, schaffte in der darauf folgenden Runde 2010/2011 durch den Gewinn der Meisterschaft in der Kreisliga C aber den direkten Wiederaufstieg.

So ist unsere 1a-Mannschaft zu Beginn des Jubiläumsjahres in der Kreisliga A aktiv und unsere 1b in der Kreisliga B. Für beide Mannschaften haben wir das Ziel “Klassenerhalt” ausgegeben. Ziel ist eine Konsolidierung im sportlichen Bereich sowie die Integration von jungen Spielern aus dem Jugendbereich, um mittelfristig wieder mehr positive sportliche Schlagzeilen schreiben zu können